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“A good photograph is knowing where to stand.” - "Ein guter Fotograf weiß wo er stehen muß."
Ansel Adams (1902 - 1984)


Willkommen auf meiner Fotografie-Seite

Hier findet ihr viele Bilder / Fotos aus dem Hammelburger Raum, dem fränkischen Saaletal und der Rhön, sowie aus anderen Gegenden Deutschlands und sogar der Welt.
Dazu gibt es Geschichten über die Entstehung einiger meiner Bilder, hin und wieder ein Bilderrätsel mit Gewinn, Tipps zum Fotografieren und noch vieles mehr.
Schaut einfach regelmäßig rein.
 
Meine Spezialitäten sind die Landschaftsfotografie, vor allem auch bei Nacht, Panoramen und Bilder mit hoher Dynamik.



Was gibt es Neues?

 
22.01.2012 - Meine Bilder kann man jetzt auch günstig kaufen. Ich habe bei Fineartprints einen Shop eröffnet, den man über den "Shop" Link im Menü erreicht. Dort kann man ganz einfach die Bilder auswählen und gleich auf dem gewünschten Medium (z.B. Poster, Leinwand, ...) drucken lassen.
21.01.2012 - So, endlich ist die Fotogalerie auch im Design wie ich mir das vorgestellt hatte.
10.01.2011 - Viel Zeit habe ich die letzten zwei Wochen an meiner neuen Homepage und er Galerie verbracht. Nun ist der Großteil fertig und nur noch der Feinschliff steht an.
31.12.2011 - Rechtzeitig zum Jahreswechsel gibt es den Relaunch der Webseite - in Kürze auch mit neuen Inhalten.




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Trimburg MondaufgangTrimburg Mondaufgang Trimburg-roter-MondTrimburg roter MondWieder so eine Geschichte bei der viel Glück im Spiel war. Eigentlich wollte ich an dem Abend mir irgendwo im Saaletal einen Platz suchen, um meine neue astronomische Nachführung auszuprobieren. Kaum von zuhause weg gefahren bemerkte ich jedoch nahe Trimberg einen dunkelroten Schein am nächtlichen Himmel. Ganz verdutzt fuhr ich weiter in die Richtung und sah nach der nächsten Kurve einen, aufgrund eines Wolkenschleiers, tiefroten Mond neben der Trimburg leuchten.
Sofort war alles klar. Ich wußte wo ein guter Standplatz wäre und flog buchstäblich dort hin. In windeseile war mein Stativ aufgebaut und so konnte ich, in unzähligen Bildern, festhalten wie der, erst noch blutrote, dann gelbe Mond den Waldkamm an der Trimburg emporstieg. Ein wirklich tolles Schauspiel.
Technisch allerdings ist dies nicht so einfach mit der Kamera festzuhalten und die Bilder, die ich später stolz präsentieren konnte, bedurften einiger Nacharbeit am PC. Die Herausforderung waren der sehr helle Mond und die stark beleuchtete Trimburg. Bei einer normalen Aufnahme wären diese beiden Objekte in einer dunklen Fläche ertrunken und der mystisch anmutende Bergkamm wäre überhaupt nicht zu sehen gewesenen. Also fertigte ich jeweils mehrere Aufnahmen mit unterschiedlicher Belichtungszeit an. Bei diesen Aufnahmen sind dann z.b. einmal der Mond und die Burg richtig belichtet, dafür der Rest dunkel. Bei anderen ist dann der Bergkamm gut zu sehen, dafür überstrahlen die beiden Hauptobjekte total und sind nur noch leuchteden Flächen ohne Struktur. Mit Hilfe einer HDR-Software werden dann diese verschiedenen Aufnahmen miteinander verrechnet und ermöglichen es, nach einem weiteren Feinschliff, die Szene so darzustellen wie es unser Auge auch wahrnimmt. Es gibt einige Puristen die nicht viel von der Nachbearbeitung am PC halten. Ich bin der Meinung, wenn mir der PC hilft die Unzulänglichkeiten der Technik auszugleichen und so zu fotografieren wie ich es auch gesehen habe, dann ich es gerechfertigt.

Ich möchte eine digitale Spiegelreflexkamera kaufen - Macht das Sinn für mich?

Ich werde immer mal wieder um Rat zum Kauf einer digitalen Spiegelreflexkamera gefragt. Daher habe ich entschlossen hier in meinem Fotografie Blog mal ein paar Dinge dazu zu schreiben.

Digitale Spiegelreflexkameras sind heutzutage ja sehr günstig geworden und scheinen, wenn ich mir die Verbreitung anschaue, immer beliebter zu werden. Ich höre bei Gesprächen sehr oft heraus dass die Leute der Meinung sind, wenn man gute Bilder machen will, so geht das nur mit einer solchen Kamera. Ein Vergleich, der mir dazu sehr gefällt, da er den Nagel auf den Kopf trifft, ist folgender. Ist man automatisch ein Sternekoch, nur weil man teure Kochtöpfe benutzt? Nein, natürlich nicht. Genauso wenig macht man nur durch den Kauf einer Spiegelreflex bessere Bilder. Vielmehr ist bei einer Spiegelreflexkamera der Frust schnell sehr hoch, weil diese auf Anhieb oft sogar anscheinend schlechtere Bilder produzieren. Das liegt einfach an einem der großen Vorteile dieser Kameras, nämlich die vielen Möglichkeiten viele Parameter per Knöpfchen und Rädchen einstellen zu können. Man kann hier nämlich schnell viel falsch einstellen und ist vom Ergebnis frustriert. Die Kompaktkameras sind meist schon auf fotografische Laien ausgelegt und versuchen durch Automatiken viele Entscheidungen dem Benutzer abzunehmen, was bei vernünftigen Lichtverhältnissen auch zu top Bildern führt. 

Also, wann macht eine solche „Profikamera“ Sinn für mich?

Zuerst sollte man sich mal darüber im Klaren sein was man hauptsächlich fotografieren will.
Legt man z.B. Wert darauf immer eine Kamera für Schnappschüsse dabei zu haben, so ist man schnell genervt von der Größe und dem Gewicht das man da mit sich rumschleppen muss. Gute Kompaktkameras passen heute bequem in die Hemdtasche und sind jederzeit griffbereit. Selbst die lange verpönten Handykameras machen heutzutage hervorragende Bilder. Auch ich, der normalerweise nie ohne „die Große“ aus dem Haus geht, verlege mich immer öfter mal darauf Schnappschüsse, die mehr dokumentarischen Zweck haben, mit dem Smartphone zu schießen.

Aber wo liegen denn dann die Vorteile der Großen? Ich zähle mal die wichtigsten auf:

  • Größere Sensoren, die die Bildinformation aufnehmen, und somit weniger Bildrauschen. Daraus ergeben sich auch viel mehr Möglichkeiten in schwierigen Lichtsituationen gute Bilder zu machen.
  • Wechselbare Objektive und somit mehr Flexibilität, aber auch höher Kosten
  • Schnellere Bildfolge
  • Man kann auf unheimlich viele Parameter Einfluss nehmen und seine Bilder viel aktiver und besser gestalten
  • Das RAW Format, also das Rohdatenformat, gibt einem viel mehr Spielraum bei der Bildbearbeitung. Dieses Format bieten nur wenige Kompakte der Oberklasse auch an.
  • Optische Sucher geben einen viel besseren Eindruck vom Objekt das man fotografieren will als die elektronischen der Kompakten
  • Mehr Zubehör und Erweiterungsmöglichkeiten (großer Blitz, Kabelfernauslöser, GPS Empfänger, …)


Sicherlich sind im einen oder anderen Bereich Kompaktkameras auf dem Vormarsch und können auch hier schon Dinge, die bisher nur den Großen vorbehalten waren.

Wann sollte ich dann lieber bei einer guten Kompakten bleiben?

  • Wenn ich Wert auf eine kleine, handliche Kamera lege
  • Wenn ich normalerweise bei guten Lichtverhältnissen fotografiere
  • Wenn ich eine flexible Kamera in Bezug auf den Zoombereich möchte (Kompakte decken oft schon einen gigantischen Bereich ab und können weit entfernte Objekte gut heranzoomen ohne dass ein Objektivwechsel nötig ist)
  • Wenn ich mir keinen großen Gedanken über Blende, Belichtungszeit, Fokus, … Gedanken machen will.
  • Wenn ich keine Lust darauf habe Bilder nach zu bearbeiten.
  • Und natürlich der Kostenfaktor.

Um eine Spiegelreflexkamera wirklich auszunutzen, muss ich mich zumindest mit den Grundlagen der Fotografie beschäftigen und bereit sein hier einige Sachen zu lernen (wenn ich diese noch nicht kann). So sollte man z.B.  wissen welchen Einfluss die Blende auf die Bildgestaltung (freistellen) hat, oder wie ich auch mal manuell fokussiere. Auch finde ich gehört es dazu, auch wenn viele anderer Meinung sind, seine Bilder im RAW Format aufzunehmen, da man hier viel mehr Spielraum bei der Bearbeitung hat, insbesondere wenn es lichtmäßig eine grenzwertige Aufnahmesituation war. Dies setzt aber dann voraus dass ich meine Bilder im Nachhinein am PC bearbeite um ein optimales Ergebnis zu erzielen, welches aber auch den erhöhten Aufwand wert ist.
Wirklich Sinn macht also eine Spiegelreflex z.B. wenn ich Makro- oder Portraitfotos machen will, wo ich die Objekte freistellen will. Hier habe ich die Möglichkeit mit einem speziell für diesen Anwendungsbereich ausgelegten Objektiv viel bessere Ergebnisse zu erzielen als mit einem Universalobjektiv welches Kompakte verwenden.

Auch Nachtaufnahmen, mein Steckenpferd, sind die Domäne der Großen, da ihr deutlich größerer Bildsensor viel weniger rauscht. Speziell bei Langzeitbelichtungen (im Bereich von 5 Sekunden bis mehrere Minuten) bekommt man bei den kleinen Sensoren der Kompakten nur noch Rauschen und Pixelfehler.
Und es gibt noch einige mehr Gründe.

Mein Rat aber an alle die sich so ein „Profigerät“ zulegen wollen ist, sich im Klaren zu sein warum man so eine Kamera will. Ist es nur, weil es cool aussieht oder weil jeder so was hat, dann ist der Frust voreingestellt. Will ich aber etwas tiefer in die Fotografie einsteigen und viel mehr Möglichkeiten zur gezielten Bildgestaltung haben, dann wird man sicher viel Freude mit einer Spiegelreflex haben.

Wer hier noch Fragen im Detail hat, kann mich gerne kontaktieren oder über meine Links Seite auf das DSLR Forum gehen, wo ihr eine Unmengen an Ratschlägen und Hilfestellung finden werdet.

Es läuft nicht immer so wie es soll

 

Mallorca FormentorFormentor - Mallorca
Es ist mal wieder Zeit für eine neue Geschichte
Mit den aktuellen Schneemassen und eisigen Temperaturen vor der Türe verschlägt mich meine Erinnerung an den letzten Sommerurlaub auf Mallorca zurück. Und wie immer im Urlaub war auch dieses Mal das Fotografieren ein fester Bestandteil. Natürlich mussten auch wieder ein paar stimmungsvolle Aufnahmen sein und ich suchte mir dafür die Örtlichkeiten auf unseren Tagesausflügen mit der Familie aus. So war mir auch schnell klar dass ich einen Sonnenaufgang über dem berühmten Cap Formentor, im Nordosten der Insel, festhalten wollte. Während eines Ausflugs mit der Familie konnte ich auch einen schönen Aussichtsturm auf einem Berggipfel ausmachen, der ideal als Standpunkt für die Aufnahmen wäre. Problem an der Geschichte war die Entfernung. Wir hatten unser Hotel an der Ostküste und über die Landstraße waren es fast 1,5 Stunden bis zu dem Turm. Aber, auch wenn mich viele für völlig bescheuert halten, mir war es das wert, und so hieß es um 3.30 Uhr nachts aufstehen um das Ziel rechtzeitig zu erreichen.  Eigentlich wollte ich ja am vorletzten Tag die Tour machen, aber weil ich Schussel das Tanken vergessen hatte verschob es sich auf den letzten vollen Tag auf der Insel. Genau das sollte mein Verhängnis werden.
Nun gut, der Wecker klingelte mitten in der Nacht und ich sprang schnell in meine bereitliegenden Klamotten um in das bereits gepackte Auto zu springen. Die Fahrt auf den logischerweisen sehr leeren Strassen verlief wie geplant und es blieb mir auf dem Weg sogar noch Zeit, auf dem unterhalb des Turmes gelegenen Aussichtspunkt, ein paar Fotos zu schießen. Das Besteigen des Turmes stellte sich danach als gar nicht so einfach dar, denn ich mußte, bepackt mit Stativ und Rucksack, aussen an ein paar Eisenbügeln 6m hoch, um mich dann durch ein kleines Loch ins Innere zu zwingen. Danach nochmals durch ein enges Loch auf die Turmplattform. Ich sag mal so, kalt war es mir danach keinesfalls mehr, trotz des strammen kühlen Windes.
In Ruhe bereitete ich alles vor und genoss den Blick auf die verschiedenen Sternbilder und hielt das schön über dem südlichen Horizont zu sehenende Orion-Sternbild in vielen Bildern fest. Die beginnende Dämmerung ließ mich innerlich Luftsprünge machen, so vielversprechend sah es aus.  Immer wieder ließ ich die Blicke über das Cap und die unter mir liegende Bucht von Alcudia schweifen. Bis auf den Wind, der mir die Haare kräftig durchwirbelte, war es eine absolute Stille. Da war er wieder, einer der Momente die mich vermutlich mein Leben lang in der Erinnerung begleiten würden. Genau diese Augenblicke die das Frühe Aufstehen tausendmal wert waren.
Nun kam die Zeit wo das hier im Artikel gezeigte Bild aufgenommen wurde. Die Dämmerung war ein Meister der Farben und die Pracht die sie an den Himmel zauberte war atemberaubend. Das sind glaube ich die Momente wo man begreift welche Geschenke uns die Natur Tag für Tag macht und wie sehr wir es verlernt haben diese zu schätzen.
Tja, und dann begann das Schicksal seinen Lauf. Zuerst nur kleine Wolkenfetzen die mit irrer Geschwindigkeit an mir vorüberzogen, dann immer mehr. Erst gelang es mir noch zwischen den einzelnen Wolken Fotos zu machen, dann aber wurden es immer mehr und schließlich stand ich komplett im Nebel. Die Bucht schickte mehr und mehr Wolken hoch zu mir und das nur wenige Minuten vor einem sicherlich grandiosen Sonnenaufgang, den ich nie zu Gesicht bekommen sollte. So kann einem Fotografen die Natur schöne Streiche spielen. Nach 20 Minuten, mittlerweile triefte meine Ausrüstung vor Kondenswasser, gab ich auf und begab mich auf den Heimweg, wohlwissend, keine zweite Chance zu bekommen.
Im Nachhinein betrachtet sehe ich das Ganze aber trotzdem sehr positiv. Immerhin sind mir doch einige tolle Aufnahmen gelungen und ich durfte wieder einen dieser einsamen wahnsinnig beeindruckenden Momente geniessen, für die sich so manches Opfer lohnt.
So verließ ich die Insel am nächsten Tag mit vielen vielen tollen Fotos und noch viel mehr wunderbaren Erinnerungen.